Psychosoziale Stabilität. Somatische Regulation. Angewandte Psychoedukation.
Ausgehend von dem Forschungsprojekt für meine Dissertation beschäftigt mich das Thema der Künstlichen Intelligenz im tiefsten Kern. Damals untersuchte ich, inwieweit Assistenzsysteme die begleitende Kommunikation unterstützen können, die Frauen und Mädchen während eines therapeutisch eingesetzten Selbstlernprogramms bei vorliegender Bulimia Nervosa mit einer professionell geschulten Person führen. Die Fragestellung stammt aus einer Zeit, in der die generative KI, wie sie heute der Allgemeinbevölkerung zur Verfügung steht, noch nicht am Markt existierte. In den Jahren 2006 bis 2021 habe ich hierzu wissenschaftliche Pionierarbeit geleistet.
Eine wesentliche Erkenntnis, zu der ich damals gelangte, ist, dass die Menschlichkeit in den vorgeschlagenen Textelementen zwingend erhalten bleiben muss. Daraus leitete sich die Frage ab, worin Menschlichkeit eigentlich besteht und wodurch genau sich der Mensch von der Maschine unterscheidet. Während Grundlagenforscher_innen der computertechnologisch erstellten Kommunikationsinhalte von einem der Maschine fehlenden Weltverständnis sprachen, sind mir mittlerweile Qualitäten wie das Mitgefühl, die interpersonelle Antizipation sowie die präverbale Resonanzkompetenz zum Maß geworden.
Die fortschreitende Autonomie digitaler Systeme und die potentielle Vernetzung mit kritischer Infrastruktur verändern die Anforderungen an die menschliche Steuerungs- und Krisenkompetenz fundamental. Als Wissenschafterin und promovierte Pädagogin untersuche ich genau diese Schnittstelle zwischen rationaler, technologischer Struktur und der biologischen Belastungsgrenze des Menschen.
Dabei verstehe ich mich während meiner Erkundungen weder als Befürworterin noch als Kritikerin dieser modernen Technologie. Bei allen Rufen zur Vorsicht, der Forderungen nach notwendigen ethischer Grundsätzen und der gesellschaftlichen Angst vor zunehmendem Kontrollverlust, können wir die durch Künstliche Intelligenz frei werdende Zeit auch als Geschenk betrachten und dazu nützen, unsere genuin menschlichen Fähigkeiten tiefgreifend weiterzuentwickeln. Darauf richtet sich aktuell mein Fokus.

Mein jahrzehntelanges Aikidotraining – insbesondere die intensiven Schulungen durch Tada Sensei (9. Dan Aikikai Japan) in Kinorenma – schenkt mir die Erfahrung, dass wir Menschen über Ressourcen verfügen, die wir im westlichen Alltag so gut wie nicht nützen. Es steht uns jederzeit die Fähigkeit zur Verfügung, feine zellulare Mikrovibrationen im Raum wahrzunehmen. Sie kann uns zur biopsychosozialen Regulation, zur somatischen Stressprävention und zur viszeralen Zentrierung dienen, sofern wir sie schulen.
Als promovierte Pädagogin und Praktizierende der körperzentrierten Regulationstechniken verbinde ich rationale, akademische Strukturen mit der Welt der ResonanzKompetenz und der Transzendenz. Atemkrafttechniken und Mentaltraining zur Regeneration unseres allgemeinen Wohlbefindens sind mir dabei eine gelebte Selbstverständlichkeit.